Wenn Projekte einfach nerven – Teil 1

Verspätungen, fehlende Ressourcen, zu viele Änderungen, überzogene Budgets …

Egal, ob Führungskraft eines mittelständischen Unternehmens oder Leitungsebene innerhalb eines Konzerns: Die Teilnehmer meiner Workshops kennen die zahlreichen Fallstricke des Projektgeschäfts. Denn irgendwie haben sie alles, was bei Projekten „schief gehen“ kann, schon mal gehört und/oder selbst erlebt. Die volle Aufmerksamkeit und Zustimmung meiner Workshop-Teilnehmer ernte ich stets dann, wenn ich gleich zu Beginn bewusst überspitzt zusammenfasse:

„Projekte, die nerven doch einfach nur“.

In dieser überspitzten Formulierung liegt bereits der wichtigste Schlüssel für die erfolgreiche Veränderung einer Organisation: den Nerv zu treffen, die Menschen zu „berühren“. Argumentiert man ausschließlich auf der Sachebene, wie eben beispielsweise „Projekte dauern zu lange, sind unzuverlässig usw.“, dann bleibe ich zwar sehr sachlich, aber erzähle eben auch wenig Neues, erzähle wenig, was die Teilnehmer wirklich berührt – und mit dem sie wiederum die Kolleginnen und Kollegen in ihren Unternehmen berühren können. Ich spreche hier gerne vom:

„Leuchten, das endlich wieder in die Augen der Mitarbeiter zurückkehrt“.

Für mich persönlich war dies ein langer, wichtiger Entwicklungsweg. Ein Weg, den ich damals mit der Grundannahme begonnen hatte, es genüge, rationale Wirkzusammenhänge zu nutzen, um ein Problem oder einen Problembereich in den Griff bekommen. Zu Beginn meiner Arbeit stand ein Wort von Eli Goldratt besonders im Vordergrund: „Fokus“. Fokus verstanden in dem Sinne: Was soll man jetzt tun? Um so gleichzeitig Wissen darüber zu erlangen: Was soll ich jetzt nicht tun?

Denn die Grundannahme, die mir auf Unternehmensebene begegnete, war diese: Im Wesentlichen gehe es darum, dass Menschen in Organisationen suboptimal arbeiten würden. Das Management müsse nun, unter Einsatz geeigneter Methoden dafür sorgen, dass die Mitarbeiter wieder optimaler arbeiten. Jedoch stellte ich dabei immer wieder fest, dass mit dieser Haltung (trotz Darstellung eindeutiger rationaler Wirkzusammenhänge) die Begeisterung in der Umsetzung nicht besonders groß war. => Lesen Sie mehr in Teil 2 des Blogbeitrags „Wenn Projekte einfach nerven“ (in Kürze hier verfügbar).

Projects that flow: Demnächst wird es auch ein kostenloses Whitepaper zum Download geben.

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