Entscheidender Wettbewerbsvorsprung für den Mittelstand –Teil 2

Business Innovation mit der Theory of Constraints

Die Absatzzahlen stagnierten, der Markt schien weitgehend erschlossen: Bei einem deutschen Hersteller setzte deshalb eine fieberhafte Suche nach neuen technischen Ideen ein. Die Ausbeute an gleichzeitig gestarteten Verbesserungsinitiativen war groß. Daraus die Erfolgversprechendsten zu identifizieren, das war der Wunsch an die hinzugezogenen Berater – doch die schlugen einen völlig anderen Weg vor. Ein spannendes Beispiel, wie Business Innovation mit Theory of Constraints (TOC) Unternehmen zum entscheidenden Wettbewerbsvorsprung führen kann.

Mehr als 40 Ideen zu technischen Neuerungen: Der deutsche Hersteller war stolz auf seine Innovationskraft. Die Ressourcen, die das Unternehmen dafür einsetzen musste, waren allerdings beträchtlich. Jedoch ging man davon aus, dass sich genau das im Endeffekt auch verlässlich auszahlen würde. Ein Irrtum.

Große Anstrengungen führen nicht automatisch zu großen Innovationen


Die Herausforderung im klassischen Innovationsmanagement ist, Initiativen für neue Produkten oder neue Vermarktungswege nehmen viel Zeit in Anspruch und sind dennoch häufig nicht erfolgreich. Eine der größten Fallen im Innovationsprozess ist dabei hausgemacht: Unternehmen investieren enorme Anstrengungen und schaffen im Ergebnis lediglich minimale Verbesserungen, die am Markt wirkungslos verpuffen. Zum Beispiel das nächste Smartphone mit 5 % längerer Akkulaufzeit oder geringfügig weniger Gewicht anbieten zu können, stößt bei Kunden auf wenig Kaufinteresse, selbst wenn es von einem Marktführer kommt. Besonders groß ist die Gefahr, nur kleinste Verbesserungen zu erzielen, arbeitet man gleichzeitig an zu vielen Ideen – so wie der eingangs beschriebene Hersteller.

Viele Ideen – und im richtigen Moment „Nein sagen“

Auch das Gegenteil steigert die Erfolgswahrscheinlichkeit nicht, also sich von Anfang an nur auf nur ein oder zwei Ideen zu konzentrieren. Weil diese Ideen funktionieren MÜSSEN, setzen Unternehmen dabei nur auf die „sichersten“, und das sind genau die, die nur minimale Veränderungen bringen können. Damit Unternehmen nicht in diese Falle des „zu viel“ oder „zu wenig“ hineingeraten, ist das Design eines Innovationsprozesses entscheidend. Business Innovation mit TOC begleitet und unterstützt deshalb in jeder Phase des strukturierten Innovationsprozesses: Wann ist es angebracht so viele Ideen wie möglich einzuladen? Wann leitet man an, sich wieder zu fokussieren? Der Innovationsprozess ist damit immer auch ein Prozess des bewussten und entschiedenen „Nein“-Sagens.

Erst der „ außergewöhnliche Wert“ macht den Unterschied

Wie lässt sich die Wahrscheinlichkeit erhöhen, sodass ein Innovationsprozess nicht scheitert, sondern erfolgreich ist? Der Schlüssel liegt darin, außergewöhnlichen Wert zu kreieren. Eliyahu Goldratt, Begründer der TOC, definierte es folgendermaßen: „Wert entsteht durch die Beseitigung einer wesentlichen Beschränkung für die Kunden; in einer Weise, die bisher nicht möglich war und in einem Umfang, den kein bedeutender Wettbewerber liefern kann.“ Beispiel Nespresso: Man ermöglicht den Kunden, sich selbst Kaffee in einer Qualität zuzubereiten, die bis dato nur, für mehr Geld, in einem Café zu bekommen war.

Zurück zum Unternehmensbeispiel vom Anfang dieses Blogbeitrags: Der deutsche Hersteller musste feststellen: Keine der Veränderungsinitiativen erfüllte die Definition von Eliyahu Goldratt. Denn die Perspektive des Kunden hatte man nicht berücksichtigt – über mehr als ein „nice to have“, technische Verbesserungen, war das Unternehmen nicht hinausgekommen. Der Innovationsprozess drohte zu scheitern, würde man an diesen Ideen festhalten.

Denn: Verbesserungen und Innovationen sind nicht dasselbe. Die meisten Verbesserungen beseitigen KEINE wesentliche Beschränkung für die Kunden und steigern daher auch NICHT den Wert des Unternehmens für die Stakeholder.

Noch „bessere Technik“ war nicht die richtige Antwort

Das Unternehmen stoppte die bisherigen Veränderungsinitiativen. Gemeinsam mit dem TOC Business Innovation Team analysierte man die „Schmerzpunkte“ der Kunden und kam zu einem völlig anderen Ergebnis. Noch „bessere oder kompliziertere Technik“ war es nicht, was für die Kunden einen außergewöhnlichen Wert bringen würde. Vielmehr ging es bei diesem Innovationsprozess darum, gleich zwei bisher unerfüllte Bedürfnisse zu erfüllen = das Bedürfnis der Endverbraucher (nach mehr Convenience) und das der Kunden des deutschen Herstellers (die Conversion wieder deutlich zu steigern). Im Rahmen eines strukturierten Innovationsprozesses begleitete das TOC Business Team den Hersteller von der zielgerichteten Ideenfindung und -bewertung über das komplette Geschäftsmodell-Design bis zur strukturierten Umsetzung.

Minimale Innovation mit größter Wirkung

Gerade mittelständische Unternehmen empfinden die Herausforderung als zu groß, bahnbrechende Innovationen für ihre Märkte zu entwickeln. Viele fokussieren sich mit allen verfügbaren Ressourcen allein auf die Bewältigung der nächstgelegenen Zukunft. Business Innovation mit TOC unterstützt deshalb mit zahlreichen erprobten Tools und Schritt für Schritt, um bisher unerfüllte Kundenbedürfnisse (Produkte / Services) zu identifizieren und zu bewerten und den Iterationsprozess bei Innovationen erfolgreich zu durchlaufen. Häufig verlieren Innovationen im Laufe eines Prozesses an Kraft und Blockaden entstehen. Business Innovation mit TOC dagegen maximiert mit jedem Schritt den Wert der Innovation. Der multifunktionale Prozess holt dabei auch die Stakeholder mit ins Boot. Denn Ziel von Business Innovation mit TOC ist nicht DIE Innovation – sondern den Wert des Unternehmens für die Stakeholder zu steigern.

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