Fokus im Management – Teil 2

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Fokus im Management – Teil 2 

Zeit für Strategien – endlich wieder die richtigen Entscheidungen treffen (von Uwe Techt, Vistem)

Die Physik des wirtschaftlichen Erfolgs durch Fokussierung: Allein durch die konsequente Anwendung der Grundsätze „Tun, was getan werden muss“ und „NICHT tun, was nicht getan werden sollte“ wird eine positive Wirkung erzeugt. Im Fokus sollte dabei immer das ganze Unternehmen liegen, niemals nur ein Teilbereich. Absolute Priorität muss dabei eine Durchsatzsteigerung haben. Erst danach werden Maßnahmen auf Bestände, Investitionen oder Kosten ausgerichtet. Aktivitäten, die nur eine kleine, gar keine oder vielleicht sogar schädliche Wirkung erzeugen, sind unter allen Umständen zu vermeiden.

Die grundlegenden Ziele eines Unternehmens müssen im Fokus stehen, um nachhaltigen Erfolg zu erzielen. Nur dann nimmt der Nutzen, den das Unternehmen für seine Stakeholder stiftet, stetig zu. Eine notwendige, aber nicht hinreichende Voraussetzung dafür ist: Das Unternehmen verdient zunehmend mehr Geld. Eine große Verbesserung muss also am Durchsatz ansetzen, und zwar, indem das Volumen erhöht wird, möglichst ohne Preise zu senken und ohne Betriebskosten zu erhöhen. Eine Alternative können höhere Preise sein oder eine Kombination beider Maßnahmen.

Gewinn steigern  
Die Betriebskosten zu senken fällt nicht in das Aufgabengebiet der täglichen Arbeit der Geschäftsführung. Diese Vorgabe lässt sich in die einzelnen Bereiche des Unternehmens delegieren. Den Anteil der TVK (total variable Kosten) zu senken, kann an den Einkauf delegiert werden. Den Durchsatz zu steigern, erfordert dagegen ein synchronisiertes Zusammenwirken aller Bereiche, denn Durchsatz wird immer durch eine Kette oder ein Netzwerk voneinander abhängiger Prozessschritte erzeugt.

Eine am Engpass verlorene Stunde fehlt dem ganzen System
Nur sehr wenige Faktoren bestimmen jeweils zu einem bestimmten Zeitpunkt die Leistung des Unternehmens. Kommt es an einer bestimmten Stelle zu einem Engpass oder Stau, hat dies nachhaltige Auswirkungen. Denn eine am Engpass verlorene Stunde ist eine für das ganze System verlorene Stunde, dagegen ist die an einem Nicht-Engpass gesparte Stunde eine Fiktion. Umso wichtiger ist es, den Fokus auf „das tun, was getan werden muss“ zu richten und nicht auf das, was nicht getan werden sollte! So erzeugt zum Beispiel die lokale Optimierung eines Nicht-Engpasses nicht automatisch die globale Optimierung des Systems, sondern eher das Gegenteil. Werden dagegen die Anstrengungen auf den Engpass fokussiert, resultieren daraus sinkende Durchlaufzeiten, hohe Zuverlässigkeit und Kapazitätsgewinne. In vielen Wirtschaftsbereichen sind Zuverlässigkeit und kurze Lieferzeiten entscheidende Wettbewerbsvorteile. Diese gewonnene Kapazität kann verkauft werden und so zur Gewinnsteigerung beitragen.

Fünf-Fokus-Schritte zur kontinuierlichen Verbesserung 
1. Identify: Identifiziere den Engpass.
2. Exploit: Entscheide, wie der Engpass bestmöglich genutzt werden soll.
3. Subordinate: Ordne alles andere der Entscheidung (2) unter.
4. Elevate: Erweitere den Engpass.
5. Beginne bei (1) sowie sich der Engpass verschoben hat.

Fokussiert handeln 
Ähnlich dem Engpass in einem Produktionssystem wirkt ein Engpass im Management durch die Missachtung der Fokus-Grundsätze:

1. Alle laufenden Initiativen stoppen, die nicht innerhalb der nächsten Wochen beendet sein werden.
2. Die freiwerdende Management-Kapazität zur Anwendung der Fünf-Fokus-Schritte (siehe oben: Engpass identifizieren und optimal ausnutzen, alles andere unterordnen, Engpass erweitern, von vorne beginnen) nutzen und neue Initiativen definieren.
3. Eine neue Initiative erst dann starten, wenn eine andere abgeschlossen ist (Workload steuern).

Die so entstehende kontinuierliche Verbesserung wird sowohl spürbar als auch messbar wahrgenommen. Die Mitarbeiter fühlen sich im Unternehmen wohler und sind motivierter, angepeilte Ergebnisse werden schneller erreicht und durch fokussierte Initiativen auch qualitativ besser. Gleichzeitig steigt die Projekt-Fertigstellungsrate an. Eine fünfzigprozentige Erhöhung muss keinesfalls als Ausnahme erscheinen, selbst eine Verdopplung oder Vervielfachung liegt im Bereich des Möglichen.

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