Burnout-Prävention (8): Paradigmen

Das im vorangegangenen Post dargestellte Szenario müsste – auch wenn es zunächst sehr „abgehoben“ klingt – realistisch sein. Zu dieser Einschätzung veranlassen mich die folgenden Erkenntnisse  meiner bisherigen beruflichen Laufbahn:

  1. Die verschiedenen (unerwünschten) Symptome eines Systems werden stets durch EIN  Kernproblem  verursacht.
  2. Dieses Kernproblem verursacht noch viel mehr Schwierigkeiten als die, die aktuell betrachtet werden.
  3. An den Symptomen zu arbeiten, ist eine aufwändige Sisyphos-Arbeit: jedes beseitigte Symptom zieht neue Probleme nach sich; das System wird immer komplexer.
  4. An der Ursache / am Kernproblem anzusetzen, ist sehr viel weniger aufwändig, sehr viel wirksamer und vereinfacht das System – ein WinWin für alle Beteiligten.

Für die BurnOut-Prävention im Unternehmen ergeben sich aus diesen Erkenntnissen die folgenden Fragestellungen:

  1. Welches EINE Kernproblem erzeugt die betrieblichen Belastungssituationen UND viele weitere unerwünschte Effekte im Unternehmen, die so schwerwiegend sind, dass es sich mit Sicherheit lohnt, dieses Thema zur Top1-Priorität der Unternehmensleitung zu machen?
  2. Wie kann dieses Kernproblem nachhaltig gelöst werden?
  3. Wie können die notwendigen Veränderungen im Unternehmen mit vergleichsweise geringem Aufwand und ohne signifikantes Risiko realisiert werden?
  4. Was sorgt dafür, dass das Unternehmen nicht wieder in die Ausgangslage „zurück fällt“?

Diese Fragestellungen sind gewissermaßen „gefährlich“, weil sie von den beteiligten Fachdisziplinen erfordern, den sicheren Grund der eigenen Fachlichkeit zu verlassen. Dennoch will ich versuchen, mich diesen Fragestellungen anzunähern …

Weiterlesen? Mehr zu diesem Thema.

OBEN